Herren I: Schwacher Start und starkes Ende

Nach dem 28-16 Heimsieg gegen die TSG Nordwest II  am 24.02 und zwei Wochen Spielpause hatten die Seulberger Herren genügend Zeit sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Im Hinspiel gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim hatte man eine 27-24 Auswärtsklatsche bekommen und somit Einiges  wieder gutzumachen. Trainerin Carola Schröder musste daher vor dem Spiel nicht viele Worte verlieren, da jedem Spieler klar war was von ihm erwartet wurde.
 
Den besseren Start erwischten die Hausherren, die in den ersten acht Minuten 4-1 vorlegen konnten. Doch wieder einmal verlor der SVS kurz darauf in der Abwehr und im Angriff völlig den Faden, während fünf Minuten später die Gäste bereits mit zwei Treffern führten (13./5-7).  Jetzt machte sich in der Defensive Unsicherheit breit und vorne wurden hundertprozentige Chancen unkonzentriert weggeworfen.
Nachdem sich nichts änderte und die Seulberger nach wie vor einem zwei Tore Rückstand nachliefen, legte die Trainerin erst einmal die Grüne Karte, um ihre Mannschaft  wieder zu sortieren (20.).
 
Dies wirkte auch und die Rot-Weißen konnten nach dem Ausgleichstreffer von Janis Hostert durch einen Siebenmeter von Bernd Steffan sogar wieder in Führung gehen (12-11/23.). Leider währte die Führung nicht lange und nach zwei Zeitstrafen gegen Florian Hennig und Tobs Bergerfurth führten die Gäste wieder mit einem Zähler (15-16/28.). Eine Minute vor dem Pausenpfiff hatte der SVS dann nochmal die Chance auf den Ausgleich per Siebenmeter, doch der sonst so treffsichere Bernd Steffan scheiterte am Torpfosten. So ging es dann mit Rückstand in die Katakomben und irgendwie hatten sich alle das ein wenig anders vorgestellt.
 
In der Seulberger Kabine bebte jetzt die Burg. Der ein oder andere Zuschauer hätte wohl gerne Mäuschen gespielt und gelauscht welche Worte Trainerin Carola Schröder gefunden hatte, denn es schienen die Richtigen gewesen zu sein.
 
Der SV Seulberg kam motiviert zurück auf die Platte, fest entschlossen das Spiel jetzt zu drehen. Die HSG scheiterte gleich nach dem Wiederanpfiff mit einem Tempogegenstoß am Seulberger Torwart Chris Mai, während auf der anderen Seite wieder einmal Bernd Steffan den Ausgleich besorgte (16-16/31.).
 
Zwar gerieten die Gastgeber noch ein letztes Mal mit 16-17 in Rückstand, aber nach dem Ausgleich durch Rechtsaußen Florian Hennig platzte der Knoten endgültig. Innerhalb von zwölf Minuten hatte das Schröderteam mit 24-19 (47.) das Ruder rumgerissen und für jeden Anschlusstreffer der HSG Sindlingen/Zeilsheim II gab es jetzt jedes Mal zwei Tore zurück, während die Gäste immer wieder am, in der Schlussphase eingewechselten, Seulberger Torwart Tom Becht scheiterten.  
 
Somit behielt der SV Seulberg verdient mit 31-23 seine Punkte und bleibt am Tabellenführer MSG Bad Vilbel/Dortelweil dran, der in zwei Wochen zu Gast an der Landwehrstrasse sein wird. Doch vorher muss der SVS noch auswärts am 23.03.2019 gegen den Drittplatzierten SG 1877 Nied II ran.
 
Mannschaft: Chris Mai, Tom Becht (beide Tor), Bernd Steffan (6/3), Janis Hostert (5), Robin Hostert (4), Florian Hennig (4), Maurice Zeuner (4), Tobs Bergerfurth (3), Marcel Patzer (2), Johannes Schröder (2), Jan Dammbach (1), Matthias Krätzel, Luis Castillo