Damen I: Hart erkämpfter Punkt

Ein hart umkämpftes Spiel mit einem schwachen Schiedsrichter und eine tolle Aufholjagd des SV Seulbergs sahen die Zuschauer am Sonntagabend in der Nordenstädter Sporthalle.

Der SVS begann mit Anissa Tamimi im Tor. Sie hatte es sich verdient mal von Anfang an zu spielen und hat ihre Sache auch ordentlich gemeistert sowie einen 7m pariert. Juliane Grauer wurde von Anfang an in kurze Deckung genommen, trotzdem fanden wir Lösungen im Angriff. Leider konnten wir unsere vielen Möglichkeiten zum Gegenstoß nicht nutzen. Entweder wurde der Ball abgefangen oder man fand nicht die freie Spielerin. So war das Spiel absolut ausgeglichen. Zur Halbzeit war noch nichts entschieden.

In Halbzeit 2 wollte man etwas defensiver in der Abwehr agieren und die sich bietenden Chancen zum Überlaufangriff besser nutzen. Doch zunächst musste man sich einen weiteren Rückstand einfangen (15-11 und 16-12 bis zur 38. Minute). Hier erschien ein Erfolg in weite Ferne zu rücken. Doch die Mädels des SVS, jetzt mit Jenny Heinrich (sie hat bravourös gehalten) stemmten sich gegen die Niederlage. Angetrieben von der eigenen Bank und den mitgefahrenen Fans holte man Tor um Tor auf, wurde von Minute zu Minute in der Abwehr stärker, während die Nordenstädterinnen am Ende ihrer Kräfte waren und kaum noch Treffer erzielten (den letzten zum 20-18 in der 53. Minute). Der SVS konnte zum 20-20 ausgleichen und hatte zum Schluss den Ball, ohne jedoch auf volles Risiko zu gehen und lieber den Punkt mitnahm. Zuvor hatte man leider drei Tempogegenstösse in Folge nicht genutzt, war jeweils an der gegnerischen Torfrau gescheitert.

Letztendlich kann man mit dem Punkt sehr gut leben. Platz 7 ist den Maschinen vom SVS nicht mehr zu nehmen. Für einen Aufsteiger sehr gut.

Ein Satz noch zum Schiedsrichter: Ich kann die Ansetzung nicht verstehen, dass ein so „alter Mann“ alleine auf ein solches Spiel angesetzt wird. Er war nie Herr der Lage, hat vieles nicht gesehen und war total überfordert. Wenn es hier um was gegangen wäre, hätte man drei Parkplätze für die Rettungswagen frei halten müssen. Er selbst sollte erkennen, dass dies etliche Nummern zu schnell für ihn war. Übrigens mein Trainerkollege war gleicher Ansicht.

Es spielten: Jenny Heinrich und Anissa Tamimi im Tor
Im Feld: Diana Kolibaba und Bekki Weyand je 5, Juliane Grauer 4, Hannah Schmidt 3, Esther Hardt 2, Steffi Stockmann 1, Lisa Weiershäuser, Vivien Wenserski, Theresa Schröder, Janina Peppel und Rica Hübner