Herren I: Starke kämpferische Teamleistung

Am Samstag, den 13.10.2018, hatten die Seulberger den Aufsteiger TSG Oberursel III zu Gast an der Landwehrstrasse. Zwar hatten die Gäste bisher einen üblen Saisonstart erwischt, aber Trainerin Carola Schröder warnte ihre Mannschaft, dass dies eine brandgefährliche Begegnung werden würde.

Zudem mussten die Gastgeber auch noch auf gleich drei Stammspieler verzichten. Die verletzten Marcel Patzer und Johannes Schröder, sowie Jochen Zimmer. Der hatte sich eine halbe Stunde zuvor beim Spiel der 2. Mannschaft, bei der er ausgeholfen hatte, schwer am Sprunggelenk verletzt und musste ins Krankenhaus. Wir drücken dir ganz fest die Daumen und wünschen dir gute Besserung, Jochen!!!

In der Kabine stellte Carola ihre Mannen auf das bevorstehende Spiel ein und schickte sie auf die Platte, wo die Seulberger auch gleich richtig aufs Gas traten und einen tollen Beginn hinlegten. Der Innenblock mit Tobs Bergerfurth und Stefan Pfeiffer verteidigte gut und vorne ließ man den Ball schnell laufen. So stand es dann auch nach 10 Minuten 6-2 für die Hausherren.

In der 11. Spielminute musste Tobs Bergerfurth wegen eines Fouls vom Platz und erhielt, nach ein paar Worten Richtung Schiedsrichter, auch gleich noch einen weiteren Zwei-Minuten Nachschlag. Seulberg jetzt also für vier Minuten in Unterzahl. Wer von den Zuschauern meinte, dass die Hausherren nun vielleicht ins Straucheln kommen würden wurde eines Besseren belehrt. Mit drei Treffern von Björn Fuchs und einem von Florian Hennig gewannen die Rot-Weißen die Unterzahl sogar mit 4-1 Treffern (10-3 / 15.).

Das wiederum schien allerdings die Gäste zu beflügeln, die nun um einiges aggressiver in der Deckung zu Werke gingen und den Seulbergern kaum noch gute Möglichkeiten boten, während sie selbst effektiver vorne den Abschluss suchten. So war es auch nicht verwunderlich, dass die TSG Oberursel III durch vier schnelle Treffer auf 11-7 (18.) verkürzte. Höchste Zeit für Trainerin Carola Schröder die Grüne Karte zu legen um wieder Ordnung ins Angriffs- und Abwehrspiel ihrer Mannschaft zu bringen. Dies wirkte und der SVS konnte sich stabilisieren. So ging es dann mit 17-12 in die Kabine.

Trotz der eigentlich beruhigenden Führung musste die Trainerin ihren Spielern noch einmal richtig ins Gewissen reden, da die TSG immer mehr ins Rollen kam und die Abwehr zwischenzeitlich völlig neben der Spur war.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen (19-15 / 37.). Doch die Gäste legten zwei Schippen drauf und es begann genau das einzutreten, wovor die Trainerin in der Halbzeitpause gewarnt hatte.

Seulberg begann wie ein angeschlagener Boxer durch den Ring zu taumeln, während die TSG Oberursel III innerhalb von 10 Minuten auf 24-22 verkürzte. Das Spiel rutschte gefährlich in die Schräglage. Auch das Team-Timeout brachte scheinbar keine Veränderung - Ball verworfen und schon lag der Ausgleich in der Luft (24-23 / 48.). Zwar versuchte der SVS seinen dünnen Vorsprung wieder auszubauen, aber die TSG blieb dran (26-25 / 51.).

Jetzt ging ein Ruck durch die Seulberger und der Kampfgeist kam zurück. Die Abwehr, die man die letzten 15 Minuten vernachlässigt hatte erstarkte und durch die erkämpften Bälle öffneten sich endlich wieder Räume für schnelle Gegenstöße. Durch vier Tore durch Maurice Zeuner und Janis Hostert konnte der SVS in seiner Schlussoffensive noch einmal auf fünf Zähler davonziehen, die man sich auch nicht mehr nehmen ließ. Verdient setzte sich das Schröder-Team nach 60 Minuten gegen die stark aufspielende TSG Oberursel III mit 35-30 durch. Drei Siege in drei Spielen - ein sehr guter Saisonstart.

Carola Schröder nach dem Schlusspfiff: „Diesen Sieg haben sich die Jungs durch ihren Kampfeswillen wirklich verdient. Eine starke Mannschaftsleistung bei der das Team das Spiel in einer Schwächephase nicht kippen ließ und sich wieder richtig zurückgekämpft hat“.

Mannschaft: Chris Mai, Tom Becht (beide Tor), Maurice Zeuner (7), Matthias Krätzel (7), Björn Fuchs (6), Janis Hostert (5), Florian Hennig (3), Stefan Pfeiffer (2), Robin Hostert (2) Tobs Bergerfurth (1), Bernd Steffan (1), Jan Dammbach (1)